Mehrsprachigkeit, Integration & Diversität: Die VHS Ottakring in den 2000er Jahren | Blog | Mario Rieder

Mehrsprachigkeit, Integration & Diversität: Die VHS Ottakring in den 2000er Jahren

In der letzten Folge hatte ich von der Aufbruchs- und Pionierzeit in der Volkshochschule Ottakring in den 1990er Jahren erzählt. Mit Innovationen in den Schwerpunktbereichen der feministischen Bildungsarbeit einerseits und der Bildungsarbeit im Kontext Migration andererseits.
Schwerpunkte, aus denen einerseits das feministische Grundstudium und das Rosa-Mayreder-College hervor gegangen sind, andererseits das Jugendbildungszentrum JUBIZ, das Alfazentrum für Migrant:innen und das Sprachenzentrum Ottakring.

Mit diesen Bildungsprojekten waren wir somit in unserer Bildungsarbeit inzwischen gut aufgestellt, und waren auch weit über den Bezirk hinaus wienweit, aber durchaus auch überregional bildungspolitisch wirksam.

Für mich persönlich war damit auch ein Punkt erreicht, darüber nachzudenken, diese berufliche Lebensphase nach mehr als zehn Jahren gut abzuschließen und neue Aufgaben in anderen Feldern zu übernehmen.
Und ich arbeitete so um 2003 herum auch schon sehr konkret an Plänen, andernorts Verantwortung im Bildungs- und Integrations-Bereich zu übernehmen beziehungsweise mit meiner Expertise in diesen Feldern projektorientiert zu arbeiten. Und begann auch schon, mit einigen Beratungsprojekten und Workshops in diese Richtung tätig zu werden. Ich war damit eigentlich schon am Sprung in andere berufliche Handlungsfelder und an andere Wirkungsorte.

Aber wie es schön heißt, erstens kommt es anders und zweitens als man denkt. Auslöser dafür war wie oft - wohl nicht nur in meinem Leben - eine Krisensituation intern in der VHS, als auch zugleich extern eine weitreichende Änderung im integrationspolitischen Umfeld unserer Arbeit. Und wie es in einem anderen viel zitierten Sprichwort heißt, ist jede Krise auch eine Chance. Oder wie ich es formulieren würde: oft verbinden sich Krisen wirkungsvoll mit Chancen - zumindest wenn diese gesehen und aufgegriffen werden.


Der „LernRaum Ottakring“, ein Kompetenzzentrum für Sprachen, Integration und Diversität


Die Krise in der VHS ergab sich aus einer sehr kurzfristigen und ungeplanten Notwendigkeit, Verantwortung für das JUBIZ zu übernehmen und dessen weitere Arbeit zu sichern und zu stabilisieren. Ich übernahm in dieser schwierigen Situation diese Aufgabe, nachdem ich ja ursprünglich die Schienen für dieses Projekt gelegt hatte - und das JUBIZ und vor allem auch die großartigen Teams und Menschen, die dort tätig waren, weiterhin ein Herzensprojekt für mich waren.


Zugleich löste das bei mir ein Nachdenken darüber aus, wie die Arbeit von JUBIZ, Alfazentrum und Sprachenzentrum, die in den letzten Jahren sehr eigenständige Entwicklungen genommen hatten, wieder stärker miteinander verbunden werden könnte, unter einem gemeinsamen Dach. Ein gemeinsames Dach, das auch die vielfältigen Kompetenzen und das Wissen in der VHS Ottakring in diesem Bereichen stärker intern bündeln und damit wirksamer und zugleich nach außen sichtbarer machen würde.

Und so entstand 2004 dieses gemeinsame Dach als „LernRaum Ottakring“, einem Kompetenzzentrum für Sprachen, Integration und Diversität. Ein Kompetenzzentrum, das nicht nur die konkrete Bildungsarbeit in diesen Zentren umfasste, sondern ebenso auch die wertvolle Entwicklungsarbeit und Konzeptarbeit die auf verschiedenen Ebenen dort geleistet wurde.

Ein Kompetenzzentrum, das zugleich auch als Startrampe für neu innovative Bildungsaktivitäten in den Bereichen Mehrsprachigkeit, Integration und Diversität fungieren sollte. Sozusagen als Innovationszentrum in der Wiener Volksbildung und für die Stadt Wien bzw. auch als Thinktank einer bildungs- und integrationspolitischen Positionierung.


Zusammenarbeit mit der MA 17


In der Stadt Wien selbst fand fast zeitgleich ein ebenso spannender wie tiefgreifender Transformationsprozess im Handlungsfeld Integration und Diversität statt. Nämlich durch die 2004 erfolgte Gründung der neuen Magistratsabteilung 17 für Integration und Diversität, mit der die bisherige Arbeit des Wiener Integrationsfonds direkt in die Verwaltung und in die politische Arbeit der Stadt hereingeholt werden und auf neue Beine gestellt werden sollte.
Etwas, das ich sehr rasch als Chance sowohl für die Stadt als auch für unsere Bildungsarbeit in der VHS erkannt hatte.

Solche Chancen müssen aber wie vorhin gesagt eben auch gesehen und aktiv aufgegriffen werden. Dennoch verhielt sich in dieser frühen Gründungs- und Aufbauzeit der MA 17 die Wiener Volksbildung nach meiner damaligen Wahrnehmung zunächst einmal abwartend und beobachtend. Und nur seitens der VHS Ottakring wurde in dieser Anfangszeit sehr rasch und aktiv die Kooperation mit dieser neu gegründeten Abteilung der Stadt Wien gesucht. Symbolisch sichtbar wurde das für mich bei der offiziellen Eröffnung der MA 17, bei dem zu meinem Erstaunen Monika Ritter und ich für die VHS Ottakring anwesend waren, aber sonst keinerlei Vertreter:innen anderer Volkshochschulen oder des Verbandes Wiener Volksbildung als damaliger Dachverband der Wiener Volkshochschulen.

Besonderen Schub erhielt diese Kooperation durch das äußerst produktive persönliche Zusammenwirken mit der neuen Leiterin der MA 17, Uschi Struppe. Wir gingen in unserem Denken und Handeln in Vielem von ähnlichen Sichtweisen und Zugängen aus, konnten Ideen oft sozusagen im Doppelpassspiel dialogisch entwickeln und waren dabei beide bereit, neue Wege zu gehen und diese Ideen auch rasch und konsequent umzusetzen.

Und ich habe immer wieder die Erfahrung gemacht, dass gerade ein solches von Vertrauen und einer klaren Haltung geprägtes Zusammenwirken von Personen, verbunden mit einem gemeinsamen Bereitschaft, Neues zu wagen, es möglich macht, richtungsweisende Innovationen und Projekte in dieser Form gut auf den Weg zu bringen und erfolgreich zu ermöglichen.

Wie auch in diesem Fall.
Und so entstanden aus diesem Zusammenwirken, spannende neue Aktivitäten und Projekte, oft mit der VHS Ottakring als Ort der Konzeptentwicklung und der Pilotversuche, Projekte wie Beratung, Deutschkurse bzw. Alphabetisierungskurse vor Ort in Migrant:innen-Vereinen, „Mama lernt Deutsch“ oder die „StartWien" Deutsch- und Alphabetiserungskurse für Jugendliche, einem der Vorläufer des späteren Jugendcollege. Aktivitäten und Projekte, in die dann schrittweise auch andere Volkshochschulen beziehungsweise der Verband Wiener Volksbildung einstiegen.


Die JUBIZ Beratungsstelle


Zum Teil eng damit verknüpft waren weitere Entwicklungen im JUBIZ und im AlfaZentrum an der VHS Ottakring, die auch ihre spezifischen Erfahrungen und Kompetenzen in diese Projekte einbrachten.

Im JUBIZ war es vor allem die Gründung der JUBIZ Beratungsstelle 2006, einer zentralen Beratungs- und Kompetenzstelle für Sprachförderung und Bildungsarbeit mit jugendlichen Migrant:innen, die auch wienweite Koordinationsstelle und Drehscheibe für die vorhin genannten StartWien Jugendkurse wurde.

Diese neu gegründete Stelle im JUBIZ bot nicht nur Bildungsberatung vor allem für neu zugewanderte Jugendliche, zu Bereichen wie Basis Bildung, Sprachförderung, Bildungsabschlüssen und beruflicher Qualifizierung. Sondern sie leistete auch Entwicklungsarbeit für Konzepte in der Bildungsarbeit mit jugendlichen Migrant:innen und leistete auch Koordinations- und Vernetzungsarbeit zwischen den Trägerorganisationen der Start Wien Jugendkurse, konkret den verschiedenen VHS Standorten und Interface - und war zudem auch Schnittstelle zu Stadt Wien, dem AMS, dem WAFF, dem Stadtschulrat sowie anderen Beratungsstellen.


Der Ausbildungslehrgang „Alphabetisierung und Deutsch“


Und im Alfazentrum für Migrant:innen wurde neben der laufenden Kurs und Beratungstätigkeit mit jährlich etwa 250 Teilnehmer:innen vor allem auch am Knowhow-Transfer des speziellen Ansatzes eines kombinierten Schrift und Spracherwerbs sowie der Förderung selbstbestimmten Lernens in der Alphabetisierung gearbeitet.
Niederschlag fand das einerseits in der Entwicklung und Verbreitung von Materialien, die selbstbestimmtes Lernen fördern, unter anderem in der Form sogenannter „offene Arbeitsblätter“, und andererseits durch die Konzipierung und Durchführung eines Ausbildungslehrganges „Alphabetisierung und Deutsch“ für Unterrichtende.

Dieser von Monika Ritter entwickelte und geleitete einjährige Ausbildungslehrgang, der österreichweit erstmals eine Ausbildung für den Alphabetisierungs-Unterricht mit Migrant:innen anbot und damit eine wesentliche Lücke schloss, startete erstmals 2002 und wird bis heute in adaptierter Form im Rahmen der Wiener Volkshochschulen weitergeführt.
Er stellte damit einen Meilenstein in der Professionalisierung des Alphabetisierungs-Unterrichts mit Migrant:innen in Österreich dar und trug auch - gemeinsam mit einem im Auftrag der Stadt Wien ausgearbeiteten Rahmencurriculum - wesentlich zur Verankerung des Unterrichtsmodells eines kombinierten Erwerbs von Lesen, Schreiben und Deutsch bei.

Dieser Ausbildungslehrgang wurde zum Zeitpunkt seiner Implementierung übrigens völlig ohne externe Unterstützung umgesetzt, d.h. ausschließlich mit internen personellen und organisatorischen Ressourcen der VHS Ottakring.


Instabile Finanzierungssitution der Projekte


Was übrigens leider durchaus typisch für die Finanzierungs- und Ressourcensituation damals war und wohl in vielen Fällen auch noch heute ist:
Nämlich in Hinblick auf eine fehlende stabile und nachhaltige Finanzierung dieser Projekte, was auch AlfaZentrum und JUBIZ immer wieder negativ betraf. Der Alltag dieser Projekte bestand in einem ständigen Bangen um die Weiterfinanzierung und wirtschaftliche Absicherung und erforderte im Projektmanagement ein sehr kreatives Jonglieren mit immer wieder sich verändernden Projekttöpfen, verbunden mit einem hohen bürokratischen Antrags- und Berichtsaufwand. Der nicht immer erfolgreich war.
Und dadurch entstanden auch immer wieder Krisensituationen, die durchaus existenzbedrohend für diese Projekte waren.
Ich erinnere mich zum Beispiel, dass ich Ende 2004 aufgrund fehlender Förderzusagen beziehungsweise aufgrund der Säumigkeit der Fördergeber im Bund als verantwortlicher Projektmanager ein drastisches Krisenszenario im Vorstand der VHS deponieren musste, dass eine baldige Einstellung der Projekte und eine Kündigung sämtlicher Mitarbeiter:innen drohe, wenn es zu keiner raschen Lösung komme.

Irgendwie haben wir es dann immer doch noch geschafft auch unter wiederholter maximaler Strapazierung der finanziellen Reserven der VHS Ottakring. Aber es hätte durchaus öfters auch anders ausgehen können.
Und vor allem: War war es wirklich nötig die persönlichen Ressourcen und Nerven aller direkt Beteiligter und Betroffener derart zu strapazieren?

Eine stabile und tragfähige Finanzierungslösung für diese Projekte kam dann erst viel später, ab 2012 mit der von der damaligen Bildungsministerin Claudia Schmied veranlassten österreichweiten Förderstruktur der „Initiative Erwachsenenbildung“ (heute unter den Namen „Level up“ laufend). Allerdings auch dann immer nur für einen Zeitraum von meist drei Jahren und um den Preis des staatlichen Eingriffs in die pädagogische Gestaltungsfreiräume der Projekte, der im Laufe der Jahre immer mehr zu zu einer neoliberalen, rein output- und effizienzorientierten Standardisierung, die im Widerspruch zur Lerner:innen Orientierung und dem emanzipatorischen Anspruch der Projekte stand.

Aber damit bin ich schon wieder einmal mit einem Fuß im nächsten Jahrzehnt. Einem Jahrzehnt, das nicht nur für die VHS Ottakring, sondern für die gesamte Wiener Volksbildung eine tiefgreifende Veränderung mit sich brachte. Und auch für mich persönlich - was ich aber zum damaligen Zeitpunkt weder wissen noch ahnen konnte. Wir sind nämlich mit 2007 am Vorabend der größten Strukturreform der Wiener Volksbildung seit 1945, mit einer völligen Reorganisation der Wiener Volkshochschulen und der Gründung einer gemeinnützigen gemeinsamen GmbH. Und das, nämlich wie es zu dieser Strukturreform kam, wie sie umgesetzt wurde und welche zentrale Rolle ich dabei unerwarteterweise einnehmen sollte, ist wieder einmal mehr als genug Stoff für eine eigene Geschichte. In einer eigenen Folge, die ich gerne bald mal erstellen werde.


Auswirkungen einer restriktiven Integrationspolitik


Zuvor und für heute aber doch noch einmal zurück in die frühen 2000er Jahre. Und zu einem Aspekt, der unsere Arbeit damals auch noch stark - wenn auch leider negativ belastend - beeinflusste. Ich habe bereits in einer früheren Folge davon erzählt, nämlich von den Auswirkungen der restriktiven Migrationspolitik der schwarz-blauen Regierung ab 2000, die Sprache, Sprachkurse und Sprachprüfungen als Instrument ihrer integrationsfeindlichen Politik entdeckte und auch einsetzte. Mit zunächst der sogenannten „Integrationsvereinbarung“ und später dann mit den Verschärfungen im Staatsbürgerschaftsrecht.
Diese Politik erzeugte nicht nur für uns in der VHS Ottakring, sondern auch für viele andere Einrichtungen unsinnige zusätzliche Hürden in der Bildungsarbeit mit Migrant:innen. Zumindest für jene Einrichtungen und Personen, die sich in der Verantwortung der Förderung und Stärkung der Teilnehmer:innen und ihrer Rechte und Möglichkeiten sahen. Und nicht bereit waren, Maßnahmen mitzutragen, die zu Diskrimierung und Ausgrenzung führen.

Ich erinnere mich gut, es war glaube ich 2001, als die ersten Pläne von Westenthaler und Strasser zu so genannten Integrationsvereinbarung und dem damit verknüpften Pflichtkursen und Prüfungen am Tisch lagen. Es war bei einer Pressekonferenz des Wiener Integrationsfonds zu einem eigentlich ganz anderen Thema, bei dem ich als Bildungsexperte am Podium war. Und plötzlich von einem Journalisten auf diese geplanten Maßnahmen angesprochen wurde, wie wir als VHS denn damit umgehen würden. Worauf ich dann spontan antwortete, wir in der VHS Ottakring würden sicherlich keine Zwangskurse und Prüfungen durchführen, die in letzter Konsequenz, nämlich bei Nichtbestehen, zur Deportation von Menschen führen können. Das darauf folgende mediale Echo war dementsprechend. Leider auch das nicht gerade begeisterte Echo einiger Entscheidungsträger in der Wiener Volksbildung, denen offensichtlich eine derart klare Positionierung einzelner Personen aus dem Kreis der Volkshochschulen politisch unangenehm waren. Aber das konnte ich auch verkraften.

Die Arbeit vieler von uns in diesem Kontext einer restriktiven Migrationspolitik war jedenfalls in Folge geprägt von der Gratwanderung, klar Position zu beziehen gegen diese Gesetze und davon abgeleiteten Verpflichtungen. Gegen Maßnahmen, die nicht die Förderung der Lernenden und ihrer Möglichkeiten zum Ziel hatten, sondern die Zwecke einer ausgrenzenden und abschottenden Politik. Und somit auch keine Maßnahmen mitzutragen, die sowohl gegen die Interessen der Lernenden als auch die Grundsätze unsere Bildungsarbeit verstießen. Und zugleich zu versuchen, bestmöglich weiterhin teilnehmer:innenorientiertes, selbstbestimmtes Lernen zu ermöglichen, alternative Wege und geschützte Räume für die Betroffenen offen zu halten - und sie dabei zu unterstützen, die bestehenden rechtliche Anforderungen zu erfüllen und damit ihren Zugang zu grundlegenden Rechten zu wahren.
Was eigentlich kein Widerspruch sein sollte, aber unter solchen politischen Bedingungen leider oft so ist.

Ich habe das jetzt vor allem auch so ausführlich erzählt, weil ich sehe, dass viele von uns in der Bildungs- und Integrationsarbeit auch heute genau mit solchen Herausforderungen konfrontiert sind, den Konsequenzen einer restriktiven Integrations- und Bildungspolitik, die leider immer mehr auch schon im so genannten politischen Mainstream angekommen ist.

Die Situation und die Erfahrungen damals waren jedenfalls auch ein Auslöser, uns viel mehr und viel besser zu vernetzen. Vernetzungen und Bündnisse, die oft bis heute anhalten und wirken. Zwischen Personen, aber auch Einrichtungen wie dem Integrationshaus und der VHS Ottakring.

Als eine Konsequenz, als Reaktion auf diese Politik, gründeten wir, konkret Verena Plutzar vom Integrationshaus, Sebastian Schumacher als Rechtsexperte und ich, 2002 das Netzwerk SprachenRechte, als ein übergreifendes Netzwerk von Expert:innen und Praktiker:innen aus Bereichen wie Bildung, Integration, Sprachen aber auch Recht um unsere Expertise zusammenzulegen. Ich freue mich, dass dieses wichtige Netzwerk weiterhin besteht und auch nach fast 25 Jahren intensiv an diesen Themen arbeitet und sich auch immer wieder kritisch zu Wort meldet. Und ich freue mich auch, seit Kurzem auch wieder selbst aktiv dazu beitragen zu können.

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Link:

Netzwerk SprachenRechte: www.sprachenrechte.at